Tag 51-54: Death Valley... oder: das Tor zur Hoelle

Ich glaube, ich habe euch noch nichts vom Klima in den USA zu der Zeit als ich dort war erzaehlt. Grob zusammengefasst kann man es so sagen: In den Grossstaedten sammelt sich die Hitze (kommt ja auch nirgends Luft durch da), Florida war tropisch (meine Haare explodierten dank der krassen Luftfeuchtigkeit) und an der Westkueste, sprich in LA und den zwei Nationalparks war es... naja... heiss. Damit meine ich ein anderes "heiss" als wir es in Good old Germany kennen, wo wir vielleicht 2 Wochen lang 35 Grad und einen Haufen Gewitter haben, was wir als Sommer bezeichnen. Nein, ich meine wirklich brutale Hitze. Meine zwei Compagnons und ich fuhren also vom Zion Nationalpark nach Las Vegas. Innentemperatur im Auto angenehm kuehl, da Airconditioning vorhanden. Von den Jungs geplant war, irgendwo auf dem Weg nach Vegas zu campen um dann den kompletten naechsten Tag in der Stadt zu verbringen bevor es zum Sequoia Nationalpark weitergehen sollte. Was ich wusste, die Jungs aber nicht so wirklich auf dem Schirm hatten war, dass Las Vegas im Death Valley liegt. Death Valley.. Tal des Todes. Wueste. Hitze. Wasser Fehlanzeige. Ich war skeptisch was unsere Uebernachtaungsplaene anging, sagte aber erstmal nix, da ich davon ausging dass die Jungs ueber die Death Valley-Info verfuegten. Nun ja, ueber die Info verfuegten sie nicht. Nachdem wir irgendwann mittags mal anhielten um ein bisschen rumzuklettern (schoen isses da ja!) und von angenehmen 20 Grad im Auto erstmal gegen eine 50 Grad Heissluft-Wand liefen, kamen erste Zweifel auf die aber mit dem Argument "Nachts kuehlt's ja runter!" vorerst aus dem Weg gewischt wurden. In den Tagen zuvor hatten wir uns an die heisseren Temperaturen gewohnt, dachten wir zumindest. Tja, falsch gedacht. Die Hitze im Death Valley brennt, wirklich. Es ist so heiss, dass du nicht mal die Moeglichkeit hast zu schwitzen - der ganze Schweiss verdunstet einfach sofort. Nach der Rumkletterei, die aufgrund oben genannter Faktoren kuerzer ausfiel als gedacht, ging's dann in Richtung des Campingplatzes den die Jungs im Internet gefunden hatten, schoen an einem See gelegen. Ein See. In der Wueste. Bei konstanten 50 Grad. Aaaaahja. Natuerlich war da kein See. Zu anderen Jahreszeiten ist da vielleicht mal ein See, aber mit Sicherheit nicht im Juli. Einen Campingplatz konnten wir irgendwie auch nicht entdecken, also die Ueberlegung einfach mal weiterzufahren und "irgendwo unterwegs zu campen". Nachdem dann auch nach Einbruch der Dunkelheit noch konstante 40 Grad herrschten, entschied eine demokratische Abstimmung (2 gegen 1) darueber, heute einfach mal nicht waehrend der Nacht in der Hitze zu verrecken sondern die 1,5 h nach Vegas noch weiterzufahren. So kamen wir dann gegen 22 Uhr muede und erschoepft in Las Vegas an, suchten uns ein Bett und schliefen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich wirklich nur unter die Dusche sprang und ins Bett fiel. Nix mit Casino. Nix mit betrinken und feiern. Nix Verruecktes tun. Nur Heia.

5.9.14 17:07

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