Tag 60-64: Las Vegas... again, oder: Weltmeisterlich durch Vegas flanieren

"Great, you're back!", wenn Frau mit diesen Worten begruesst wird fuehlt sie sich direkt wieder heimisch und so ging es auch mir im Hostel Cat. Es waren tatsaechlich noch einige der Leute da, die auch schon an meinem ersten Aufenthalt dort da waren ("Vegas got them") und so stellte sich bei mir gleich ein "home-sweet-home"-Gefuehl ein. Die ersten paar Tage dort waren eigentlich nur eine Fortsetzung meines vorangegangenen Aufenthalts. Ziemlich alkohol- und feierlastig. Da ich am 13. Juli fit fuer das Finale sein wollte, beschloss ich am 12. ausnahmsweise dem Alkohol zu entsagen und mich sattdessen mal wieder sportlich zu betaetigen. Ich schloss mich einer Gruppe von Hostelmitarbeitern an die 1,5h entfernt irgendwo im Death Valley wandern gehn wollten. Die Wanderung war hart weil heiss und steil aber durchaus machbar. Zu meiner Entzueckung gabs dort oben sogar einen kleinen Wasserfall und - oh Wunder - eine Felswand an der ich herumkraxeln konnte. Das tat ich zur Genuege, sodass wir den Rueckweg im Dunkeln antreten konnten was im Endeffekt aber eigentlich ganz witzig war. Ins Hostel gekommen, zuviel Limoncello getrunken und voller Vorfreude auf den naechsten Tag ins Bett. SONNTAG. FINALE. YES. Naja, bei uns eher weniger. Das Spiel fing um 10 Uhr an, da wir es im Hofbraeuhaus ansehen wollten mussten wir um 8 los, dementsprechend mau war die Stimmung morgens um 7 am Fruehstueckstisch. Im Hofbraeuhaus war reserviert fuer 8 Personen, irgendwie waren wir dann letzten Endes 15, die sich irgendwie in zwei Autos quetschen mussten. Ging aber, was tut man nicht alles fuer Fussball. Am Hofbraeuhaus angekommen haben wir es irgendwie hingekriegt, uns an der immens langen Schlange vorbeizuschmuggeln und direkt reinzukoennen. War ein bisschen eng, aber in Ordnung. WM ist ja eh kuschlig. Das Spiel hat jeder gesehen, im Hofbraeuhaus war die Stimmung gut, alles voller Deutscher oder Amis mit Deutschlandtrikots. Lediglich ein armer kleiner Argentinier verirrte sich dort rein. Armer Kerl, konnte einem direkt leidtun. Die Stimmung war zwar ausgesprochen gut, aber trotzdem kein Vergleich zu den Public Viewings und der Stimmung die die WM zu Hause hervorruft - obwohl die Amerikaner zumindest waehrend der WM absolut fussballbegeistert sind (auch wenn sie keine Ahnung haben) und man mit Leichtigkeit die Spiele angucken konnte. Das war das erste und einzige Mal, wo ich mir tatsaechlich ein bisschen wuenschte zu Hause zu sein und das ganze in Deutschland miterleben zu koennen (woher soll ich auch riechen dass die Deppen grad in meinem Auslandsjahr nach 24 Jahren mal wieder den Pott holen?). Nach dem verdienten Sieg gings ans feiern - das kann man in Vegas bekanntermassen ganz gut. Auf den Strassen gab es Hupkonzerte und viele, viele Amis wollten ein Foto mit uns deutschen "Weltmeistern", da hab ich mich dann schon etwas heimischer gefuehlt, zumindest was das feiern angeht. Wir holten uns jeder jeweils 2 Dosen Four Loco (fuer die die's nicht kennen: Teufelszeug! Schmeckt wie'n Energydrink, hat aber 13%. Nach 2 Dosen weisst nicht mehr was am Abend zuvor gemacht hast.) und auf ging's zum Strip. Aufgrund der Hitze und Four Loco verschwimmen die Erinnerungen dann etwas, somit beende ich die Berichterstattung hier und lasse euch nur wissen dass wir einen richtig, richtig guten Tag hatten. :D Am naechsten Tag flog ich dann auch schon wieder von Vegas nach Florida, wo ich meine letzten 13 Tage in den USA verbringen sollte.

5.9.14 21:27

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen