Tag 69/70: Miami und die Everglades

Ich weiss nicht genau wo, aber irgendwo zwischen drin hab ich mal 5 Tage dazugedichtet, die mir jetzt in Miami fehlen. Ich war insgesamt 70 Tage unterwegs bevor ich von Miami nach Cancun flog, aber letzten Endes 6 Tage in Miami. Irgendwo hab ich mich vielleicht mal verzaehlt, wahrscheinlich in den Canyons. Ab jetzt starte ich wieder mit den richtigen Zahlen! Nachdem ich die Jungs in Fort Lauderdale eingesammelt und sicher nach Miami gebaracht hatte (Autofahren funktionierte mittlerweile erstaunlich gut, ich fuhr schon bald aehnlich beschissen wie die Amis und kam gut klar) checkten wir in unserem Hostel ein und erkundeten die Gegend. Ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich zu Miami sagen soll, mir hat's da nicht wirklich gefallen. Mir war da von allem zuviel. Zuviel nackte Haut, zuviel Geschrei, zuviel Party, ich weiss auch nicht. Ich traf die Deutschen aus Las Vegas wieder und verbrachte meine Zeit hauptsaechlich mit Ihnen und dem Strand. Die tropische Hitze Floridas war in Miami definitiv am Schlimmsten. Ich konnte nur am Strand liegen wenn ich alles 10-15 Minuten ins pisswarme Meer springen konnte, was auch nicht wirklich kuehlend wirkte. Mit ein paar anderen vom Hostel unternahm ich noch einen Ausflug zu den Everglades. Wir sahen uns die Alligator- und Schlangenshow an, hielten selber jeweils ein Exemplar und hatten zuguterletzt Alligatorfleisch zum Abendessen (erstaunlich gut, echt!). Die Everglades kann man sich schon mal anschauen, wenn man aber im Nationalpark wandern gehen will sollte man auf jeden Fall lange Sachen anziehen und mehr als genug Moskitospray mitnehmen (zumindest zu der jahreszeit) wenn man von den kleinen Scheisskerlen nicht bei lebendigem Leib gefressen werden moechte. Witzigerweise traf ich in Miami dann tatsaechlich noch drei Maedels aus meiner Heimatstadt die auch gerade in den USA am rumreisen waren. (An dieser Stelle liebe Gruesse an euch.) Am 26. Juli verabschiedete ich mich zum letzten Mal von meinen Bekannten und flog am 27. Juli morgens voller Vorfreude vermischt mit etwas Traurigkeit nach Zentralamerika. Fazit USA: Ueber die Landschaft muss man nichts sagen, die spricht absolut fuer sich. Was mich am meisten ueberrascht hat, waren die Menschen. Als Europaeer hat man oft diesen Stereotypen vom typischen, dummen Amerikaner vor Augen, der sich fuer nichts anderes interessiert ausser sich selbst und Amerika. Diese Amis gibt's natuerlich auch, ich fuer meinen Teil habe aber wirklich nur durchweg gute Erfahrungen und Bekanntschaften mit den Amerikanern gemacht. Ich habe eine unglaubliche Hilfsbereitschaft erfahren, die Leute sind im Allgemeinen und Besonderen um einiges freundlicher als wir Deutschen (da quatschen dich sogar Fremde an. Und moechten mit dir reden. In Bus und Bahn oder im Supermarkt. Und die sind nett, stell dir das mal vor. Koennten wir tollen Deutschen uns ne Scheibe von abschneiden, Freunde.) und unglaublich herzlich. So kam es, dass mir der Abschied von dort um einiges schwerer fiel als ich zu Beginn meiner Reise dachte und mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Flugzeug Richtung Cancun sass.

5.9.14 23:47

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